Wieder Selbstmord von Flüchtling in Unterfranken – Bezirksregierung schweigt

Wie der Aschaffenburger Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn von den Freien Wählern unter Berufung auf die Bezirksregierung von Unterfranken berichtet, kam es bereits am 10.10.2012 zu dem Suizid eines Flüchtlings in Heimbuchenthal (Landkreis Aschaffenburg). Das der Fall erst jetzt bekannt wurde kritisierte er scharf. Warum der Bezirk den Selbstmord bis jetzt verschwiegen hatte ist aber nicht die einzige Frage sich stellt.

Viel ist über den jungen Mann, der sich auf einem „zentralen Platz“ in der kleinen unterfränkischen Gemeinde Heimbuchenthal erhängt haben soll, nicht bekannt. Der 20-Jährige Flüchtling aus Aserbaidschan hat in einer Flüchtlingseinrichtung im benachbarten Mespelbrunn gewohnt. Als Fahn sich bei der Bezirksregierung nach Gründen des Freitods erkundigt antwortet diese lapidar es sei anzunehmen, „dass wie in den meisten Fällen von Selbsttötung mehrere Faktoren eine Rolle spielten“. Aus diesem Grund hat er nun bei der bayerischen Staatsregierung eine schriftliche Anfrage eingereicht, um mehr über die Hintergründe des Flüchtlings und des Suizids zu erfahren. „Einfach zu sagen das hat mehrere Gründe, damit kann man sich nicht zufriedengeben“, so Fahn bei Radio Primavera.

Dies ist bereits der zweite Selbstmord eines Flüchtlings im Regierungsbezirk Unterfranken in diesem Jahr. Ende Januar hatte sich ein Iraner in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg das Leben genommen, letzte Woche wurde bekannt, dass ein Flüchtling aus Tschetschenien in eben dieser Unterkunft einen Suizidversuch unternommen hatte.


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