Mönchberg vs Klingenberg – Wie Kommunen mit Flüchtlingen umgehen

Nicht einmal acht Kilometer liegen die beiden unterfränkischen Orte Mönchberg und Klingenberg auseinander. Das gesellschaftliche Klima das Flüchtlingen dort entgegenschlägt könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein.

Um die 30 Flüchtlinge sollen nach dem Willen der unterfänkischen Bezirksregierung noch in die­sem Jahr im Ho­tel Frän­ki­scher Hof in der Klin­gen­ber­ger Alt­stadt ei­ne Blei­be fin­den. Bürgermeister Ralf Reichwein (CSU) kritisiert die Pläne. Laut der Onlinepräsenz des Main-Echo sagte Reichwein, die Einrichtung eines „Asylantenheims“ stehe den Bemühungen um eine geordnete Stadtentwicklung entgegen. Zudem hätten die Flüchtlinge auf dem Grundstück keine Aufenthaltsmöglichkeit, „Wenn sie das Haus verlassen, stehen sie mitten in der Altstadt“, so der Bürgermeister.

Auch in im benachbarten Mönchberg sollen rund 30 Asylsuchende Platz finden und auch hier ist der Bürgermeister nicht glücklich. Im Gegensatz zu seinem Amtskollegen hat Thomas Zöller (Bürgerblock Mönchberg) aber kein Problem mit sich in der Stadt bewegenden Flüchtlingen sondern hätte gerne mehr Zeit für die Vorbereitungen gehabt. Auf der Onlinepräsenz des Markt Mönchberg appeliert er an die Mönchberger Bürger den Neuankömmlingen offenherzig entgegenzutreten. Sein Stellvertreter Eberhard Heider (ebenfalls BBM) bittet im örtlichen Amtsblatt darum „diese Menschen anzunehmen und wo immer es nötig ist, Hilfestellung zu leisten.“. Auch eine Arbeitsgelegenheit gegen geringes Entgelt (1,05 Euro pro Stunde) wurde den Flüchtlingen durch Bürgermeister Zöller in Aussicht gestellt.

Während man sich in der 6000-Einwohner-Stadt Klingenberg weiterhin um „geordnete Stadtentwicklung“ und um Flüchtlinge im Stadtbild sorgt, sind die ersten 15 Asylsuchenden bereits im benachbarten Mönchberg eingetroffen. Dort gab es einen warmherzigen Empfang mit Hähnchen, Pommes und Salat, dem auch mehrere politische Entscheidungsträger aus der Region, Vertreter verschiedener Institutionen sowie Mönchberger Bürger beiwohnten.


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