Archiv der Kategorie 'Unterfranken'

Der V-Mann als mutmaßlicher Dealer

In Würzburg steht zur Zeit ein Mitglied der Rockergruppierung Bandidos vor Gericht. Der 45-Jährige soll den Kreis Kitzingen mit Crystal-Speed aus einer tschechischen Drogenküche versorgt haben. Eine besondere Note bekommt der Prozess durch die V-Mann-Tätigkeit des Rockers für das bayerische Landeskriminalamt.

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„Es ist viel Mist gemacht worden“

Am 19.05.2011 ereignete sich Dramatisches in ei­nem Frank­fur­ter Job­cen­ter. Eine 39 Jahre alte Frau wurde damals von einer Polizistin erschossen, ein dreiviertel Jahr nach dem Todesschuss bescheinigte die Staatsanwaltschaft der Schützin Notwehr. Peter S. der heute 45-jährige Ehemann der Getöteten aus Aschaffenburg und der Frankfurter Rechtsanwalt Thomas Scherzberg haben eine andere Sicht der Dinge und beantragen nun ein Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht Frankfurt.

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Kitzingen an der Promillefront

Wie die heutige Ausgabe der Mainpost berichtet, führte das Landratsamt Kitzingen einen Prozeß gegen einen Discothekenbetreiber vor dem Verwaltungsgericht Würzburg. Anlass hierzu war ein Bescheid des Landratsamtes, in dem der Disco der Ausschank alkoholischer Getränke zu Schleuderpreisen untersagt werden sollte. Konkret sollte der Gastronom, nach dem Willen der Behörde, kein alkoholisches Getränk unter 1,50€ verkaufen dürfen. Der Prozeß endete mit einem befremdlichen Vergleich.

Auslöser für besagten Bescheid sollen laut Landratsamt volltrunkene Jugendliche sein, die immer häufiger mit Straftaten unter Alkoholeinfluss auffallen würden. Auch die Mainpost argumentiert ähnlich und schreibt: „Jugendliche, die völlig betrunken herumtorkeln, haben längst ihren festen Platz im täglichen Polizeibericht.“. Ein Blick auf die nackten Zahlen spricht jedoch eine andere Sprache. Bei rund 60 000 Gästen im zweiten Halbjahr 2011 kam es nur zu elf polizeibekannten Vorfällen in und am Lokal betont der Discothekenbetreiber. Mit anderen Worten genügen dem Landratsamt 0.0183% der Besucher um einen Auflagenbescheid zu veranlassen.

Der Prozeß endet mit einem Vergleich der staunen lässt. 99-Cent-Partys sind verboten, es lebe die Ein-Euro-Party für maximal vier Stunden pro Abend. Auch der Doppeldecker bekommt eine Untergrenze, weniger als 2,50 Euro darf der Drink (einzeln 1,25 Euro) nicht kosten.

Waffenfund bei Neonazi im Landkreis Aschaffenburg

Wie die Aschaffenburger Polizei mitteilt, hat am 16.10.2012 eine Hausdurchsuchung in Mönchberg im Landkreis Miltenberg zum Auffinden von zwei Luftgewehren und nach dem Waffengesetz verbotener Gegenstände geführt. Gegen einen 31-Jährigen, welcher der rechtsextremen Szene zuzuordnen ist, werde ein Ermittlungsverfahren u.a. wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet heißt es weiter. Bereits 2006 bedrohten Neonazis in Mönchberg in der Nacht von dem 15. auf den 16. Juni einen Jugendlichen mit einer Waffe und schlugen diesen anschließend brutal zusammen.

Seit Anfang August hatte die Polizei gegen den 31-Jährigen ermittelt, nachdem der Verdacht bestand, dass er trotz eines Waffenbesitzverbotes des Landratsamtes Miltenberg Umgang mit Schusswaffen habe. Zudem sollen von seinem Wohnhaus aus Schüsse auf eine Straßenlampe abgegeben worden sein. Laut Polizeiangaben soll der Mann Kontakte zur organisierten Neonaziszene in Unterfranken besitzen.

Der 31-Jährige wurde vorläufig festgenommen, kam allerdings nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen am selben Tag wieder auf freien Fuß. Die Beamten stellten in dem Anwesen zwei Luftgewehre, Munition, mehrere nach dem Waffengesetz verbotene Gegenstände, wie z.B. Butterflymesser und Wurfmesser, Computer und Mobiltelefone sowie Tonträger sicher.

Hallo Welt

In den nächsten Wochen werden wir beginnen an dieser Stelle beginnen über mehr oder weniger Kurioses aus Franken zu berichten. Euch erwartet höchst investigativer Journalismus der kein Thema auslassen wird. Viva http://provinciafranconia.blogsport.de, wir lesen uns!