Tag-Archiv für 'asyl'

Bayreuth: Teilprivatisierung der Flüchtlingssozialarbeit

Die Flüchtlingsberatung der Caritas in Bayreuth kann bis Ende 2013 aufrechterhalten werden, teilte der Verband auf einer heutigen Pressekonferenz mit. Möglich wird dies weil mehrere „Serviceclubs“, namentlich der Lions Club und der Rotary Club, die Caritas mit 27.500 Euro unterstützen. Die Aufrechterhaltung der Betreuung von Flüchtlingen in der Stadt und im Landkreis Bayreuth durch die Caritas ist durchweg zu begrüßen, der Umstand dass der Wohlfahrtsverband dabei auf Fundraising angewiesen ist weist dagegen in eine falsche Richtung.

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Klingenberg – Flüchtlingsunterbringung „zu zentral“?

Wie bereits berichtet stößt die geplante Unterbringung von ca. 30 Asylsuchenden in einem leerstehenden Hotel im unterfränkischen Klingenberg auf starke Ablehnung vor Ort. Nach einer Stadtratssitzung am Montag wurde nun eine Unterschriftenaktion gegen den Standort ins Leben gerufen, der Bürgermeister Ralf Reich­wein (CSU) äußerte sich in einem Interview mit Main TV gewohnt fragwürdig.

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Mönchberg vs Klingenberg – Wie Kommunen mit Flüchtlingen umgehen

Nicht einmal acht Kilometer liegen die beiden unterfränkischen Orte Mönchberg und Klingenberg auseinander. Das gesellschaftliche Klima das Flüchtlingen dort entgegenschlägt könnte jedoch kaum unterschiedlicher sein.

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Steigende Asylbewerberzahlen? – Fakten zu einer populistischen Diskussion

Der Bundesinnenminister spricht von steigenden Zahlen bei den Asylanträgen, die Medien vermitteln den Eindruck einer fast bedrohlichen Lage. Überall in Bayern kommt es zu Unterbringungsproblemen und die Bezirksregierungen weisen den Landkreisen und kreisfreien Städten Flüchtlinge zu. Das letzte Mittel der Bezirke um nicht noch mehr Menschen in den überfüllten Gemeinschaftsunterkünften aufzunehmen. Dabei bewegt sich die Zahl der Asylerstanträge nur leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre und die Probleme bei der Unterbringung sind hausgemacht.

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Innenminister Friedrich und die Asylbewerber erster und zweiter Klasse

Erst im Juli hatte das Bundesverfassungsgericht die aktuellen Sätze für Asylbewerber für „menschenunwürdig“ erklärt und verfügt, dass die staatlichen Hilfen für Asylbewerber erhöht werden müssen. Nun, einen Tag nach der Einweihung des Denkmals für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma, plant Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) Asylbewerbern aus „sicheren Ländern“ die Geldzahlungen zu kürzen und deren Asylverfahren zu beschleunigen. Vor dem heutigen Treffen der EU-Innenminister setzte sich Friedrich für eine entsprechende Gesetzesänderung ein. Betroffen wären vor allem Flüchtlinge aus Ländern wie Serbien und Mazedonien. Der Vorsitzende des Zentralrates der Sinti und Roma, Romani Rose, kritisiert Friedrich wegen dessen Äußerungen scharf.

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